Zurzeit tauchen immer wieder Unternehmen auf, die die Wirkung des ‚Social Web‘ nicht ernst genug nehmen. Nachdem die Firma Euroweb beispielweise versuchte, eine Domain eines Bloggers zu pfänden, wurde daraus ein im Internet genannter „Shitstorm“, also eine Flut mit Kommentaren und Einträgen von Solidaritäts-Bloggern und Netzbürgern, die das Verhalten von Euroweb anprangern.

„Mit Kanonen auf Spatzen geschlossen“ erklären manche Blogger die Situation, in der Euroweb einen Blogger abmahnte und ihm anschließend über die Denic eG die Domain abnehmen ließ. Und das, weil die Euroweb AG angegeben hatte, die Domain nerdcore.de wäre nur 100 EUR wert (statt dem Experten-Wert von 50.000-80.000 EUR). Doch der Blogger wehrte sich und bekam den Blog zurück. Euroweb hatte die Wirkung dieses Vorgehen wohl unterschätzt: Hunderte Kommentare befanden sich auf der übertragenen Domain nerdcore.de, doch nun wird noch mehr Salz in die Wunde gestreut: Auf einen Blogeintrag auf dem Blog der Euroweb sind hunderte Kommentare von Internetnutzern zu lesen, die das Vorgehen von Euroweb anprangern.

Was Euroweb falsch gemacht hat (unsere Meinung) im Bezug auf Social Marketing: Nicht nur dass Euroweb den Besitzer der Domain sauer gemacht hat, nein, dieser hatte zufällig einige Tausende Stammleser, die sich nun gegen das Verhalten von Euroweb wehren. Der große Internetdienstleister hätte die Seite nerdcore.de nicht einfach schließen lassen dürfen. Schlimmer allerdings noch war die Pressemitteilung mit der Überschrift „Neue Erfahrung für Blogger“. Und nachdem Euroweb die Domain zurückgeben musste folgte noch ein großer Fehler: Anstatt einzulenken und die Sache auf sich beruhen zu lassen, wurde nochmals eine Pressemitteilung in deren Blog veröffentlicht, die sich wieder hetzerisch las. So war diesmal die Rede davon, dass das Internet ein rechtsfreier Raum wäre und das Gleichgültigkeit (der Besitzer von nerdcore.de hatte sich auf ein Schreiben nicht gemeldet, wegen privater Gründe) eine Todsünde sei, sowie dass die DeNIC eG öfter mal Recht und Ordnung ignorieren würde. Was das Löschen und Sperren von Kommentaren angeht, gehen die Meinungen auseinander. Löschen von unliebsamen Meinungen geht auf keinen Fall (wird hier auch nicht praktiziert), aber Sperren wäre im Bezug auf dieses Thema wohl besser gewesen…

Ich möchte das Thema hier nicht noch weiter auslatschen – definitiv wurden aber viele Fehler im Social Marketing begangen, was einer Internetfirma eigentlich nicht passieren dürfte…

Eine weitere Firma, die das Social Web für dumm hält scheint ElitePartner zu sein, ein Dienst, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Männer und Frauen gehobener Bildungs- und Finanzklassen zueinanderzubringen – speziell Akademiker. Der Onliendienst sieht sich aktuell nur etwas Spott ausgesetzt, da sie bereits seit anderthalb Jahren mit den gleichen Gesichtern auf der Startseite werben.

Die „Juristin, temperamentvoll“ ist nun schon seit anderhalb Jahren auf der Startseite auf Partnersuche. Wenn die Partnervermittlung doch aber so gut ist, wie sie behauptet, müsste diese Frau doch längst vergeben sein. Das sorgt für Spott, aber selbst diese kleinen Fehlerchen können im Marketing schon Glaubwürdigkeit und damit Geld kosten.

Setzen Sie beim Social Marketing besser auf starke Partner, statt auf Zufall & Anwälte. Wir stehen Ihnen Mo-Do 11-21 Uhr unter 077212969604 zur Verfügung oder online.

TEILEN:

Feedback / Inhalte einsenden

Du musst geloggt sein in, um einen Kommentar zu schreiben.