Im Bereich Social Media kommen viele Dinge oft unvorhergesehen. Das hat man jüngst bei einer Aktion von Otto zum Beispiel feststellen können, als „die Gewinnerin“ des Modelcontests sich als Mann in Frauenkleidung entpuppte. Aber auch Pril hat nun einen kleinen Social Media Streich zu verkraften.

Die Kunden sollten zwei limitierte Auflagen der Pril-Flasche entwerfen, über einen Onlinegenerator, den Pril auf einer Aktions-Webseite zur Verfügung stellt. Doch die momentan auf Platz 1 befindliche Flasche sieht nicht ganz so aus, wie das vorgestellt hatte (siehe Foto links). Die Aufschrift „Schmeckt lecker nach Hähnchen“ (zum Voting) ziert den bisher am meisten gevotete Entwurf (siehe Foto rechts).

Doch Pril hatte sich Hintertürchen offen gelassen: Aus den zehn besten Vorschlägen wählt letztendlich noch eine Jury aus den Vorschlägen aus. Und da dürfte das Hühnchen – übrigens Werk eines Werbetexters – nicht sehr viele Chancen haben.

Peter Breuer, der Werbetexter, dazu:

Das Hähnchen selbst war ein Spaß: Ich hatte mich darüber geärgert, das Stempeln von Blümchen zur Crowdsourcing-Aktion zu erheben. Bewusst habe ich deshalb den miserabel funktionierenden Stift als einziges Werkzeug mit hohem Freiheitsgrad gewählt. (…)

Es war WEDER ein Protest gegen die Marke Pril oder den Konzern Henkel, NOCH eine absichtsvolle Nutzung sozialer Medien. Klar ist doch nur, dass ein Hähnchen im Blümchen-Umfeld am besten auffällt.

Was wir alle hatten, war ein Riesenspaß. Henkel wird von dem entstandenen Mini-Hype profitieren und jeder, der mitgemacht hat, kann sich über ein bisschen Anarchie im Alltag freuen. Manche ärgert sicher auch der Hype, aber wer es nicht gelernt hat, nicht zu lesen, hätte besser gar nicht erst mit dem Lesen angefangen.

Mal sehen, wie die Chancen des Hähnchens aussehen werden…

SHARE IT:

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.