Fokussiert arbeiten trotz WhatsApp, Facebook & anderen „Ablenkungsmanövern“

Mein Freund Chris Dippold hat vorgestern auf Facebook einen kurzen Beitrag veröffentlicht, wie er mit der Masse der Anrufe, Nachrichten und Benachrichtigungen umgeht. Immer mehr WhatsApp-, Facebook-, Telegram- und was es nicht noch alles gibt Nachrichten erreichen mich jeden Tag. Und damit automatisch der Druck schnell und sofort zu antworten – besonders wenn das Gegenüber dann noch Fragezeichen hinterhersendet.

02Früher waren es nur die Telefonate, für welche man die Arbeit unterbrechen musste – heutzutage gibt es eine Vielzahl an Nachrichtendiensten. Während Chris berichtet, dass er auch am liebsten alle Nachrichten „en bloc“, auch wenn der Drang zu reagieren recht hoch ist und er dennoch sehr oft das Smartphone zückt.

FOKUSSIERT ARBEITEN – MEINE METHODE

Auch ich habe mir vor einiger Zeit mal Gedanken gemacht und ein eigenes Konzept entwickelt, wie fokussierter Arbeiten kann, mich nicht ständig von Tideltitüüt, Ding-Dong oder „Sie haben Post!“ ablenken lasse. Ungefähr 5-10 Apps und Programme habe ich mir angesehen, auch in Magazinen und Büchern gelesen und habe mir dann eine Kombination aus Pomodoro und eines Countdowns „gebastelt“. Meine Methode sorgt dafür, dass ich konzentriert bin, regelmäßig Bewegung habe und in gewissen Abständen Nachrichten beantworten kann und belohnt werde. Ich erkläre kurz die Methode:

So sieht ein „Pomodoro“ eigentlich aus:

1. 25 MIN. OHNE ABLENKUNG ARBEITEN

2. 5 MINüTIGE PAUSE
(und das dann 3x hintereinander, dann 15 Min. Pause)

Meine Methode orientiert sich daran:

[1] 25 MIN. ARBEITEN AM SITZPLATZ
(z.B. Mails beantworten, Briefe schreiben, Webdesign, etc.)

[2] 5 MIN. PAUSE
(z.B. Private Nachrichten beantworten, Tee holen, Toilette, Dehnübungen, etc.)

[3] 15 MIN. ARBEITEN AM STEHTISCH
(gleiche Arbeiten wie bei 1. mgl. oder z.B. auch gerne Telefonate)

[4] 15 MIN. ARBEITEN OHNE BüROKRATIE
(also z.B. große Runde zum Briefkasten gehen, Ablage aufräumen, Abwasch, zur Post fahren oder auch mal Ausspannen)

Wenn man hiernach arbeitet klappt eigentlich alles flüssig. Durch die ständige Bewegung bleibt man fit im Kopf. Außerdem wird man durch eingehende Nachrichten kaum noch abgelenkt. Vorausgesetzt man hält sich daran, was mir ca. 4 Wochen nach Einführung ab und zu noch schwer fällt.

VERSCHIEDENE WECKER STELLEN?

Es wäre ziemlich uncool, sich extra einen Wecker auf 5, einen auf 15 Minuten und einen auf 25 Minuten stellen zu müssen. Und würde ja wieder ablenken. Auf der Suche nach Tools habe ich den FancyTimer gefunden, mit welchem ich jetzt arbeite. Hier sind alle meine Aufgaben aufgelistet, sortiert nach Arbeitsphase [1] – [4] und ich setze mich einmal am Tag 5-10 Minuten hin, um mit der Maus die Aufgaben in eine Reihenfolge zu bringen. Grüne Aufgaben sind Sitzaufgaben [1], blaue sind kurze Pausen [2], orangene sind Stehaufgaben [3] und gelb sind Laufaufgaben [4]. Es gibt noch ein paar andere Farben, z.B. rote sind besonders wichtige Aufgaben.

Die Uhr läuft dann ab. Ich habe 3 Bildschirme am Sitzplatz. 2 um meine Arbeiten zu verrichten, 1 um den FancyTimer stets im Blick zu haben. Ich sehe stets wie viel Zeit ich noch habe, wie es danach weiter geht und kann die Aufgaben auch anklicken, um zu sehen wann es damit los geht oder diese für sofort einplanen.

FAZIT: Nicht jeder im Umfeld hat verstanden, warum nicht sofort eine Antwort von mir kommt. Auch nicht, dass ich bei speziellen Arbeiten gar nicht an mein Handys gehe (/gehen kann). Der Großteil hat aber Verständnis und ich denke, je mehr Zeit vergeht, desto größer wird auch die Akzeptanz, mal eine halbe Std. / Std. auf eine Antwort warten zu müssen. Wenn ich mich zerbrechlich an genannte Arbeitsweise halte, bemerke ich eine DEUTLICH SPüRBARE PRODUKTIVITäT, und ein VIEL ANGENEHMERES ARBEITEN.

> Wie sieht es bei euch aus?
> Wie geht ihr mit dem Thema Nachrichten um?
> Beantwortet Ihr diese gleich, sobald sie ankommen? – Oder kann auch mal etwas Zeit vergehen und Ihr beantwortet sie alle in einem Aufwasch?

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